Emotionale Körpermusik aus Berlin

Brandt Brauer Frick bei ClubbingClassic
„Irgendwann haben wir dann gespürt, dass das Publikum da Bock drauf hat.“
Interview mit Jan Brauer vom Techno Trio Brandt Brauer Frick.

Wie fangt Ihr an, wenn Ihr Tracks entwickelt oder besser komponiert?

Jan Brauer // Wir gehen zu dritt ins Studio und arbeiten eigentlich einfach drauf los. Im Grunde genommen ist es eine Jam-Session – wir probieren uns ein wenig aus und warten auf den Moment, dass sozusagen etwas Besonderes passiert.

 

Welche Kriterien oder Maßstäbe habt Ihr bei der Auswahl von Stücken, die Ihr für Eure Tracks bearbeitet

Jan Brauer // Wir sind da sehr offen. Meist kriegen wir eine Anfrage, wir hören uns das Stück gemeinsam an und schauen dann, ob uns dazu etwas Passendes einfällt. Unsere Intention ist es, das Stück tanztauglich zu machen und daraus einen Dancefloor-Track zu kreieren.

 

Wie würdet ihr euren Stil beschreiben?

Jan Brauer // Wir haben unseren ganz eigenen Stil. Und „emotionale Körpermusik“ beschreibt diesen am besten.

 

Habt Ihr zu Dritt immer das gleiche Ziel oder die gleiche Vision von einem Musikstück vor Augen oder wie arbeitet Ihr zusammen?

Jan Brauer // Das ist mal so, mal so. Zum Glück ticken wir zu dritt relativ gleich. Wenn wir zusammen arbeiten, müssen wir über vieles gar nicht mehr sprechen, weil es für uns oft selbstverständlich ist. Aber natürlich gibt es auch Momente, in denen wir nicht einer Meinung sind – aber da kommt eher selten vor.

 

Habt Ihr den Eindruck, dass die elektronische Musik derzeit eine größere Bedeutung bei jungen Künstlern erlangt als andere Musikstile? 

Jan Brauer // Den Eindruck habe ich nicht. Elektronische Musik ist schon so lange da. Seit den 80er Jahren ist  Musik meistens elektronisch. Für mich persönlich ist elektronische Musik auch kein Stil, sondern eine technische Abgrenzung. Hier gibt es keine klare Definition  - alles mögliche ist elektronisch: Sei es HipHop, House, Pop, Mainstream oder auch Dub Step.

 

Bei Eurer Musik treffen mehrere Stile aufeinandertreffen: Dancefloor und Klassik, handgespielte und sequenzierte Musik, akustische Instrumente und synthetische Sounds, E-Musik und Clubkultur: Wie geht Ihr mit diesen Gegensätzen und dem unterschiedlichen Publikum um?

Jan Brauer // Bei unserer Musik versuchen wir schon immer erst einmal die Gegensätze aufeinander loszulassen und auszuprobieren. Irgendwann haben wir dann gespürt, dass das Publikum da Bock drauf hat. Plötzlich haben wir dann viele Gigs gespielt. Wir sind nachts im Techno-Club aufgetreten, haben aber genauso abends um 9 Uhr im Konzertsaal gespielt. In beiden Locations spielen wir die gleiche Musik  und in beiden Locations kommt es gleich gut an – eben auf eine andere Weise. Im Club ballern wir richtig durch und im Konzertsaal gehen wir es etwas leise an.

 

Was würdet Ihr Euch für das Mönchengladbacher Publikum, das ja aus klassischen Konzertliebhabern und andererseits aus jungen Clubgängern besteht wünschen, was es von Eurer Musik am 26. September mitnehmen sollte? 

Jan Brauer // Wir wünschen uns, dass die Klassikhörer und die Clubgänger sich gleichermaßen an unserer Musik erfreuen und zusammen genießen können.  Außerdem hoffen wir auf eine gute Zeit und beste Gefühle für die Zuhörer. Wir freuen uns.

 

Das Interview führte Simone Kraukau

Interview mit Francesco Tristano:

Francesco-Tristano

Interview mit Alice Sara Ott:

Alice-Sara-Ott-Interview

Interview mit Kunstgeschwister:

Kunstgeschwister-Teaser

Brandt Brauer Frick live erleben.
Am 26. Septemer 2015 kannst du Francesco Tristano, Alice Sara Ott und Brandt Brauer Frick live beim ClubbingClassic Musikfestival in Mönchengladbach erleben.

ClubbingClassic ist ein Projekt des Vereins der 
Freunde und Förderer der Musik in Mönchengladbach e.V.


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standpunkt liebt Musik und ist Medienpartner vom ClubbingClassic Musikfestival.

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